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Räuchermischungen, Runensteine, Räucherschalen

Räuchermischungen, Runensteine, Räucherschalen

„Die Verbindung von Ton und den Runen-Symbolen sowie deren eingearbeiteten Qualitäten und Facetten dürfte wohl einzigartig sein.“ (Margot Dietrich)

Vitkuna und künstlerisches Schaffen

Ich freue mich sehr, ein Interview mit Margot Dietrich veröffentlichen zu dürfen. Sie hat die Ausbildung zur Vitkuna-Anwenderin im Jahr 2012 beendet und besucht seitdem verschiedene Vitkuna-Fortbildungen. Durch ihre Liebe zum figürlichen Gestalten, hat sie einen ganz besonderen Weg gefunden mit Vitkuna zu arbeiten.

Wie bist du zum figürlichen Gestalten gekommen?

Ich bewunderte bereits früh im Schweizer Heimatwerk Figuren aus Keramik u.a. von Jörg Schneider. Als junge Erwachsene erstand ich mir eine Reihe der legendären Gelzer Figuren von Ruth und Jakob Gelzer.
Das Gestalten mit Ton entdeckte ich ganz zufällig 1998 auf der Suche nach einem Ausgleich zu meiner kopflastigen Tätigkeit. So machte ich meine ersten Erfahrungen im Umgang mit Ton. Das Material und dessen unzählige Möglichkeiten fasziniert mich und lässt mich nicht mehr los. Ich besuchte Kurse und Workshops zu unterschiedlichen Themen rund um die Materie Ton.

Woher nimmst du deine Inspiration für deine Figuren?

Inspirationen finde ich entweder in der Natur, auf Ausstellungen, in Kursen oder in meinen Gedanken. Wichtig scheint mir, dass die Ideen, die man durch Dritte gewinnt, nicht 1:1 umgesetzt werden, sondern dass der/die Kunsthandwerker/in seine Handschrift im Objekt wiederfinden lässt. Schließlich mag niemand, wenn seine Werke als 100%ige Kopie anderswo präsentiert werden.

Wie kam es dazu, dass du deine Vitkuna-Ausbildung mit deinem künstlerischen Schaffen verbunden hast?

Zuerst war der Wunsch nach einer Räucherschale da. Sie sollte auch wetterfest sein, denn wir räuchern oftmals draußen in unserem kleinen Garten. So entwickelte sich die Idee, die Runen in das Gefäß mit einzubeziehen und diese mit allen Qualitäten und Facetten einzuarbeiten. So entstand eine kleine Serie an Gefäßen, die schon bald begeisterte Abnehmer fand. Auch da behalte ich es mir vor, die Schalen in Form, Größe und Farbe beliebig zu variieren.
In einer Vitkuna-Weiterbildung im Sommer in Umbrien, keimte die Idee, Runensteine herzustellen. Wir hatten jeweils die Gelegenheit bei Silvia in der Küche Karten zum Tag zu ziehen. Da dachte ich mir, weshalb nicht Runensteine entwerfen, die man beliebig ziehen oder in Anwendungen einbinden kann, ähnlich wie die Stäbchen, die wir während der Ausbildung geritzt und informiert und jeweils einen Monat lang auf uns getragen hatten.
Während der Vitkuna-Ausbildung habe ich begonnen, für mich Räucherwaren herzustellen. Zu Beginn sammelte ich im Kaubader Wald Flechten, Moose, Tannennadeln, Zapfen etc., später pflückte ich Blumen und Kräuter in meinem Garten um diese zu trocknen. In Handarbeit werden die getrockneten Zutaten zerkleinert und zu Mischungen verarbeitet. Meine Erfahrung zeigt, dass es nicht zwingenderweise Weihrauch, Myrrhe oder weißen Salbei von der Ferne benötigt um einen gelungenen Rauch zu verbreiten. Oftmals liegt das Gute in nächster Nähe. So entstanden meine Räuchermischungen, die ich nach wie vor von Hand herstelle und darbiete. Unterdessen umfasst mein Sortiment 5 Mischungen.

Warum macht Vitkuna deine Figuren so besonders?

Die Verbindung von Ton und den Runen-Symbolen sowie deren eingearbeiteten Qualitäten und Facetten dürfte wohl einzigartig sein. Ich wüsste niemand, der das kann beziehungsweise bislang gemacht hat. Alle anderen Objekte verbinde ich nicht mit Vitkuna aber sie sind Teil von mir und zeigen mein Innerstes. Da ist wohl jede kunsthandwerklich tätige Person sehr verletzlich. Ich habe bislang immer Figuren geschaffen, die mir entsprechen, die sich aus meinen Händen ergeben haben ohne auf den Mainstream zu achten. Das wiederum gestaltet den Absatz der Objekte etwas schwieriger. Einmal wollte ich unbedingt ein Schaf erschaffen. Das Resultat war dann jedoch ein Kamel.

Was passiert in deiner künstlerischen Tätigkeit, wenn du im Betriebszustand arbeitest und welche Figuren entstehen?

Wenn ich kreativ arbeite, dann bin ich nicht im Betriebszustand, außer ich ritze die Runen und arbeite deren Qualitäten und Facetten ein.

Was bedeutet Vitkuna für dich persönlich?

Vitkuna ist etwas ganz Besonderes. Vitkuna ist zu umfangreich um es in Worte zu fassen. Für mich sind folgende Komponente zentral: die Auseinandersetzung mit sich selbst, die Möglichkeit auf anderen Ebenen als gewohnt Hand bieten und effektiv sein zu können sowie eine andere Weltanschauung zu erlangen.

Vielen Dank Margot für deine Offenheit!

Wer Interesse an Margots Werken hat, kann sich direkt bei ihr melden unter margart@bluewin.ch
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