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Das Fundament der Runenarbeit

Nordische Mythologie in der Vitkuna-Ausbildung

„Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.“

(Anton Bruckner)

Leider in Vergessenheit geraten und doch die Geschichten unserer eigenen Ur-Ur-Ur-...Ur-Großväter.

Die Nordische Mythologie hat viele Gesichter. Sie ist roh, gewalttätig und frivol. Sie ist hinterlistig und neidisch. Sie bietet Helden, die mutig, stark und unnachgiebig sind. Sie ist vieles aber sicherlich nicht alt und verstaubt.

Die Edda erzählt die Geschichten von Odin, Thor, Loki, Baldr, Ymir, Frigg, Freya und vielen anderen.

Meist ist sie in Strophen geschrieben, was sie für unsere Ohren schwer verständlich macht. Es gibt aber bereits Nacherzählungen, die den Leser auf verständliche Weise in eine atemberaubende Märchenwelt entführen.

Der Allvater hängend am windigen Baum

Wo kommen die Runen her? Wer hat sie zum ersten Mal genutzt? Welche Symbolik und welche Wirkungen stehen dahinter?

Wissenschaftler beschäftigen sich immer noch mit diesen Fragen. Leider gibt es aus dieser Zeit nur wenig überlieferte Schriften. Auch die Edda selbst wurde erst niedergeschrieben als das Christentum in unseren Breitengraden an Bedeutung gewann. Dieser Einfluss machte sich natürlich in der Niederschrift der Edda bemerkbar. Deshalb ist anzunehmen, dass gewisse Teile christlich verfärbt sind und nicht mehr ursprünglich.

Aber warum wurde zuvor nichts aufgeschrieben? Die Geschichten wurden von Generation zu Generation weitererzählt. Es war einfach nicht nötig etwas zu dokumentieren, weil die Kultur gelebt wurde.

In der überlieferten Mythologie wird der Ursprung der Runen beschrieben. Odin hing am windigen Baum. Hier hat er die Runen gefunden.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Er hat sie GEFUNDEN und NICHT erfunden.

Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Menschen glaubten demnach, die Runen seien schon immer da gewesen. Sie wurden vom mächtigen Allvater entdeckt, der dabei sein Leben aufs Spiel setzte. Denn hängen meint in diesem Zusammenhang auch wortwörtlich „wie ein Gehängter“.

Vitkuna ist lebendige Geschichte

Diese Geschichte mag äußert brutal wirken. Dennoch vermittelt sie eine wichtige Botschaft. Die Runen und damit auch die Energien hinter diesen Symbolen waren schon immer da. Sie sind nicht etwas von Menschenhand Erfundenes. Sie sind Teil unserer Lebenswelt seit jeher.

Um Vitkuna erfolgreich praktizieren zu können, muss man die energetischen Qualitäten der Runen verstehen. Die Archetypen hinter den Runen sind Teil unseres Selbst und jedes anderen Lebewesens. Wir finden sie in jeder einzelnen Zelle. Sie umgeben uns täglich.

Auch wenn diese Kultur und ihre Geschichten noch so weit weg wirken, mit den dahinterstehenden Qualitäten sind sie heute (genauso wie morgen) so aktuell wie nie zuvor.

Oder haben Sie noch nie einen hinterlistigen Loki erlebt, der es versteht mit seiner Wortgewandtheit eine ganze Gruppe von Menschen gegeneinander aufzubringen? Gibt es nicht noch Menschen, die ihre Versprechen halten und sich im übertragenen Sinne eine Hand abbeißen lassen würden bevor sie diese brechen?

Um die Geschichten besser zu verstehen und deren Inhalte für unser heutiges Verständnis aufbereiten zu können, erarbeiten die Teilnehmer der Vitkuna-Ausbildung für jeden Ausbildungsabschnitt ein Referat zu einem mythologischen Thema. Hier werden auch kritische Themen behandelt, beispielsweise wie die nordische Mythologie und die Runen im Laufe der Geschichte missbraucht wurden.

Diese Präsentationen selbst vorzubereiten, erweitert den eigenen Horizont. Man beschäftigt sich hier mit Geschichte, die so in keinem Schulunterricht thematisiert wird. Außerdem stellt man direkt Verbindungen zu den Runen und damit Archetypen her.

Ich bin absolut fasziniert von der nordischen Mythologie und fühle mich über die Arbeit mit Vitkuna stark mit ihr verbunden. Den anderen Kursteilnehmern ging es ähnlich, was die einfallsreichen und detailgetreuen Vorträge bestätigten.

Als Teilnehmer konnte ich so ein Wissensfundament aufbauen in das ich meine Erfahrungen mit den Runenqualitäten und Archetypen einordnen konnte. Dieses Auseinandersetzen mit der Literatur und wissenschaftlich fundierten Quellen öffnete mir die Augen für Vorurteile und Unwahrheiten zum Thema „Runen“. Solche Peinlichkeiten kursieren leider im Internet und viele Menschen übernehmen dieses vermeintliche Fachwissen ungefragt ohne sich mit den historischen Texten auseinanderzusetzen.

Wenn Sie also erfahren möchten, wofür Odin eines seiner Augen eingetauscht hat. Oder was eine Kuh mit der Entstehung der Erde zu tun hat. Dann kann ich ihnen die Edda nur wärmstens ans Herz legen.

Tauchen Sie mit der nordischen Mythologie in eine Welt ein, die sie zurück zu den Wurzeln ihrer Urahnen bringt oder einfach mitreißende Geschichten erzählt.

Wenn Sie anschließend die Energien zu den Geschichten selbst spüren wollen. Sogar mit diesen Energien arbeiten wollen. Dann sind Sie in der Vitkuna-Ausbildung von Josef Volsa genau richtig.
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